Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand, Unabhängigkeit: Stärkung der Industrie als Priorität in Europa
Il polacco Maciej Witucki da ieri nuovo Presidente di Business Europe. Stefan Pan nella squadra dei Vice-Presidenti
Der Pole Maciej Witucki ist seit gestern neuer Präsident von BusinessEurope. Stefan Pan im Team der Vizepräsidenten.
Bozen, 2. Juli 2026 – Gestern, am 1. Juli, hat der Pole Maciej Witucki sein Amt als neuer Präsident von BusinessEurope, dem wichtigsten europäischen Dachverband der Unternehmerverbände, angetreten. Als Vertreter Italiens und der nationalen Confindustria wurde Stefan Pan als Vizepräsident bestätigt. Pan war von 2010 bis 2017 Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol und ist aktuell Vizepräsident der Confindustria mit den Zuständigkeiten Europäische Union und Beziehungen zu den europäischen Unternehmerverbänden.
Die Ernennung Wituckis erfolgt in einer entscheidenden Phase für Europa und die Entwicklung seiner Unternehmen. Neue geopolitische Kräfteverhältnisse und der Wettbewerb mit anderen globalen Großmächten machen ein gemeinsames europäisches Handeln notwendig. Ziel muss eine Stärkung der Industrie sein, um Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, qualifizierte Arbeitsplätze und jene Wertschöpfung zu sichern, die die europäische Wohlfahrt trägt. Gerade die Industrie leistet hierzu einen entscheidenden Beitrag: Obwohl Europa lediglich rund sieben Prozent der Weltbevölkerung stellt, finanziert es etwa die Hälfte der weltweiten Sozialleistungen.
„Angesichts der globalen Herausforderungen, vor denen wir stehen, braucht es gesamteuropäische Antworten. Die einzelnen Mitgliedstaaten sind für sich genommen zu klein. Nur ein geeintes Europa verfügt über die notwendige Stärke, um im Wettbewerb mit den großen Wirtschaftsmächten bestehen zu können“, betont Pan.
Wie bereits die Berichte von Mario Draghi und Enrico Letta deutlich gemacht haben, ist es dabei entscheidend, die Bedeutung der Industrie anzuerkennen. Sie stärkt die Wirtschaft der Europäischen Union, sichert den Wohlstand der Menschen und trägt dazu bei, die bisherigen Errungenschaften in den Bereichen wirtschaftliche Freiheit, Sozialstaat und Demokratie zu erhalten.
„Die europäische Politik muss folglich die Industrie wieder ins Zentrum ihrer Strategie stellen – mit dem Ziel, ihren Anteil am europäischen Bruttoinlandsprodukt wieder auf 20 Prozent anzuheben. Gleichzeitig müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Abhängigkeit Europas von anderen Regionen der Welt bei Rohstoffen, Schlüsseltechnologien und Sicherheitsfragen zu verringern. Deshalb sind dringend Maßnahmen notwendig, die Verfahren vereinfachen, wettbewerbsfähige und faire Energiepreise sicherstellen und den europäischen Binnenmarkt weiter stärken“, so Pan.
Für den Unternehmerverband Südtirol ist die enge Verbindung zu Europa von grundlegender Bedeutung, wie Präsident Alexander Rieper unterstreicht: „Unser Land bildet eine Brücke zwischen den Staaten, Wirtschaftsräumen und Kulturen im Norden und Süden Europas. Themen wie die Mobilität entlang der Brennerachse, das duale Ausbildungssystem oder die Präsenz internationaler Unternehmen in Südtirol machen diese Rolle tagtäglich sichtbar. Gleichzeitig wirken sich Entscheidungen auf europäischer Ebene immer stärker auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Unternehmen aus. Vor diesem Hintergrund ist die Rolle von Stefan Pan innerhalb von Confindustria und BusinessEurope von strategischer Bedeutung.“
