Zukunft aktiv mitgestalten: Vollversammlung der Gruppe der Jungunternehmer bei Alber
Unternehmensübergabe im Mittelpunkt der Veranstaltung
Die Perspektiven der Jugend in den Unternehmerverband und in die Gesellschaft einbringen und die Zukunft aktiv mitgestalten: dies ist Ziel der Gruppe der Jungunternehmer im Unternehmerverband Südtirol, wie Präsidentin Melanie Pernthaler bei der Vollversammlung erklärte, die kürzlich bei der Alber AG in Lana stattfand.
„Neue Impulse und neue Ideen zu zentralen Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gewalt gegen Frauen, Digitalisierung, KI und Zukunftstechnologien sind sehr wichtig. Hier ist die ist die Stimme der Jungunternehmer gefragt. Sie nehmen dabei eine zentrale Brückenfunktion zwischen Unternehmen, Verband und Institutionen ein“, betonte Katrin Höller, Vize-Präsidentin des Unternehmerverbandes Südtirol.
„Im Austausch wollen wir gemeinsam wachsen und voneinander lernen. Mit unseren Initiativen wollen wir dazu beitragen, dass Jungunternehmer:innen für ihre Aufgabe Unterstützung und Inspiration erhalten. Die Unternehmensübergabe ist ein für unsere Generation immer aktuelles Thema, weshalb wir bei unserer Vollversammlung zwei Erfahrungsberichte in den Mittelpunkt gestellt haben“, so Pernthaler.
Unternehmensübergabe – zwei Erfahrungsberichte
Gastgeber Wolfgang Alber (Alber AG) berichtete dabei, wie der Übergang von einem rein familiengeführten zu einem managementgeführten Familienunternehmen gestaltet werden kann. Dabei betonte er die Notwendigkeit, Eigentum, Kontrolle und Führung des Unternehmens klar voneinander zu trennen. Zudem seien eine geeignete Organisationsstruktur sowie klare und verbindliche Regeln entscheidend. „Auf diese Weise lassen sich Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozesse professionalisieren und die langfristige Zukunft des Familienunternehmens sichern“, so Alber.
Stefan Zingerle (Zingerle Group AG) gab anschießend einen Einblick in seine ganz persönliche Erfahrung: „Bereits als kleines Kind war für mich klar, dass ich eines Tages das Familienunternehmen führen möchte.“ Ende 2025 war es dann so weit: er übernahm als Mehrheitsbeteiligter gemeinsam mit seinen Geschwistern das Unternehmen von seinem Vater, der dies in zweiter Generation geführt hat. Auf dem Weg dorthin wurde die Familie von einem auf Unternehmensübergabe spezialisierten Berater begleitet, ebenso wie von einem Notar und einem Wirtschaftsberater. „Zentral war die Familienverfassung, mit der wie alle Fragen – von Banalitäten bis zum Erbfall – geregelt haben. Damit haben wir bereits den Rahmen gebaut, der den Weg für die vierte Generation ebnet.“
Wie wichtig erfolgreich geführte Industrieunternehmen für Südtirol sind, machte Verbandsdirektor Mirco Marchiodi in seinen Ausführungen deutlich: „Unsere 500 Mitgliedsunternehmen machen weniger als 1% aller Südtiroler Unternehmen aus, aber sie sorgen für mehr als 20% des BIP, über 80% des Exports und beschäftigen 45.000 Menschen. Diesen können sie dank ihrer höheren Produktivität auch Löhne bezahlen, die 40% über dem Landesdurchschnitt liegen.“




